Fenster des Glaubens

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde und die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen.“ (Offenb. 21.1 ..)

Das neue Jerusalem

“Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll mit den sieben letzten Plagen getragen hatten. Er sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. Da entrückte er mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.“ (21.9 ..)

„Wir erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Petr. 3.13.)

In diesem Kirchenfenster sehen wir Johannes zwischen Himmel und Erde schwebend mit dem Blick auf das neue Jerusalem, die heilige Stadt, die vom Himmel kommt. Unter ihm liegt unsere Welt mit all ihren Nöten, Lügen und Irrtümern. Als Symbol unsrer Weltsituation zeichnet der Künstler eine Frau mit grünem Gesicht und roten Haaren – wohl die Hure von Babylon – und verschiedene andere Gestalten (Betuchte, Gekrönte, Beredte …)

Die Hure Babylon ist eine der biblischen Allegorienfür die Gegner der Gläubigen im Allgemeinen und das römische Weltreich im Speziellen.

„Der Reichtum und die Pracht der Hure Babylon sind vergänglich; von einem Tag auf den anderen, ja sogar in einer Stunde (Offb 18,17.19) wird sie in bitterste Armut, Nacktheit und Einsamkeit gestürzt werden. Darüber werden sich die unter der Herrschaft der Hure Leidenden, allen voran die Christen, freuen und laut jubeln“ (Offenb 19,1–3 ) Hier wird auf die Vergänglichkeit bisheriger “Herrschaften“ hingewiesen.

Das Fenster des Glaubens befindet sich in unserer Kirche gegenüber dem Fenster „Der verborgene Gott“. – Der Offenbarung geht es also nicht vorrangig um Unheil und Untergang sondern um das Mut-machen. Johannes streckt sich aus der Welt des Chaos, der Lügen und Verderbtheit hin zur göttlichen Verheißung.

Und: Das Fenster des Glaubens verweist auf die Wiederkunft des Herrn.                            TD

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